Unter Aktien kann man gleichsam Wertpapiere verstehen, die einen bestimmten Wert verkörpern. Inzwischen erfolgt der Handel mit Aktien, auch bezogen auf österreichische Aktien, stets und ausschließlich über eine Börse.
Der Begriff der Aktie ist mit dem des Wertpapiers gleichzusetzen. Auch österreichische Aktien sind demnach Wertpapiere. Diese zeichneten sich dadurch aus, dass man auf ihnen stets einen bestimmten Nennwert oder eine konkrete Stückzahl vermerkt. Doch nicht nur ein Wert wird durch das Wertpapier oder die Aktie benannt: Wertpapier wie auch Aktie verfügten gleichsam über Urkundsqualität, stellen also im Rechtsverkehr einen nicht unerheblichen Beweis dar. Ausgegeben werden diese Urkunden immer in Stücken. Die erste bekannte Aktie wird auf das Jahr 1288 datiert und stammt aus Schweden.
Der Handel mit Aktien geht in das frühe 17. Jahrhundert zurück und wurde beispielsweise von der Vereinigten Ostindischen Kompanie betrieben. Zahlreiche Unternehmen, gerade in Europa, gründeten zu dieser Zeit Verbände, um gemeinsam ihre Interessen noch besser vertreten zu können und zugleich Handel mit Aktien zu betreiben.
Im 17. Jahrhundert wurden die Kurse von Aktien wie etwa für österreichische Aktien nicht durch Überlegungen mathematischer Art bestimmt. Vielmehr bestimmte man einen Aktienkurs, indem man ihn aushandelte. Hierfür kam es entscheidend darauf an, ob ein Angebot oder eine Nachfrage für die jeweilige Aktie bestand. Der Kurs stieg bei hoher Nachfrage. Waren Angebot und Nachfrage jedoch nicht existent, so legte man einen Schätzpreis für eine bestimmte Aktie fest, den man auch mit dem Begriff der Taxe umschrieb. Zur Kennzeichnung versah man den taxierten, also den geschätzten Kurs mit einem T.
Heute werden Aktien wie auch die österreichischen Aktien an Börsen gehandelt. Diese gibt es seit dem 15. Jahrhundert. Die Gründung der ersten Börse weltweit erfolgte in Brüssel, also in Belgien. Börsen kann man mit Märkten vergleichen, auf denen ausgesuchte Waren zu festgeschriebenen Preisen gehandelt werden. Es bestehen konkrete Richtlinien, wie der Handel unterschiedlicher Aktien, auch österreichischer, zu erfolgen hat.
Seit Mitte der 1950er Jahre gibt man Aktien jedoch nicht mehr an ihre Besitzer in Form von Wertpapieren aus. Die Gefahr eines Diebstahls wäre zu groß. Heute werden Aktien vielmehr auf Konten verwahrt. So sind sie vor Dritten sicher.