Das Borderline Syndrom ist eine Persönlichkeitsstörung, die häufig bei jungen Menschen auftritt und verschiedene Ursachen und Symptome hat. Die Krankheit kann mit verschiedenen Therapien behandelt werden.
In Deutschland sind ca. 2 Prozent der Bevölkerung am Borderline Syndrom erkrankt, betroffen sind vor allem junge Menschen. Die Übersetzung von Borderline heißt grenzwertig, da die Krankheit ursprünglich an der Grenze zwischen neurotischen und psychotischen Störungen angesiedelt wurde. Für die Persönlichkeitsstörung gibt es viele verschiedene Ursachen. Zu den Auslösern gehören Verlustängste, Armut, prekäre Familienverhältnisse, Perspektivlosigkeit und Leistungsdruck, aber auch Krankheiten und Drogenkonsum. Das Borderline Syndrom zeigt keine eindeutigen Symptome, was die Diagnose oft erschwert und über Jahre verzögert. Es entsteht durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren, dazu gehören Umwelteinflüsse, genetische Veranlagung, neurologische und biochemische Störungen. Die Patienten leiden an chronischer psychischer Instabilität, die sich in Störungen der Emotionen und der zwischenmenschlichen Beziehungen zeigt. Ihre Gefühle, ihr Denken und Handeln sind beeinträchtigt, dies äußert sich in absurden und unberechenbaren Verhaltensweisen sowohl in Beziehungen zu anderen Menschen als auch sich selbst gegenüber. Als Begleiterscheinungen treten oft Depressionen und der Drang zur Selbstverstümmelung auf.
Für die Betroffenen gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden, z. B. Psychoanalyse, Gesprächspsychotherapie und Verhaltenstherapie. Wichtig ist es, dass das Borderline Syndrom zunächst erkannt wird. Hier ist das Umfeld des Patienten gefragt, das die Kranken selbst ihre Störungen oft nicht wahrhaben wollen. Im Internet stehen viele wissenswerte Informationen zum Thema. Die Betroffenen und ihre Angehörigen können sich über den Ablauf der verschiedenen Therapiemöglichkeiten informieren. Sie finden auch therapeutische Einrichtungen in ihrer Nähe. Wer unsicher ist, ob er selbst oder ein Angehöriger von der Krankheit betroffen ist, kann im Internet ausführliche Berichte von professionellen Psychologen lesen. Man sollte auf jeden Fall seine möglicherweise betroffenen Mitmenschen von einem Arztbesuch überzeugen. Der Arzt überweist den Patienten an einen Psychologen, dort wird dann die weitere Behandlung geklärt.